• Von der Utopie direkt in den Krieg

    Ingala Fortange als Pierot in der neuesten Produktion der Schlüterwerke (Foto: Schlüterwerk)

    Die Schlüterwerke machen deutlich, mit welch hohem Blutzoll die Menschheit jene Unvernunft bezahlen musste, die sich aus nationalistisch motivierten Abschottungen und falsch verstandener Vaterlandsliebe generierte. Die Friedensutopisten hatten keine Chance gehört zu werden.

  • Kongo goes baroque

    Coup Fatal im Burgtheater in Wien (Foto: Chris Van der Burght)

    Coup fatal. Todesstoß. So nennt sich jene Produktion, die bei den Wiener Festwochen im Burgtheater zur Aufführung kam. Als Magnet für das Publikum, das große Namen am Theater liebt, fungierte Alain Platel, der die künstlerische Leitung innehatte, obwohl die Idee und das Konzept nicht von ihm stammten. Die Macher der Show Serge Kakudji, kongolesischer Countertenor,…

  • Hamlet ist unschuldig

    Please Continue (Hamlet) Premiere 7. Juni 2014, Foto: Nurith Wagner Strauss

    Die Wiener Festwochen brachten mit dem Gerichtsstück „Please, continue (Hamlet)“ im Odeon ein gar nicht mehr so neues Format zur Aufführung. Wer ein Gerichtstheaterstück erwartete, wie man es aus dem Nachmittagsprogramm deutscher Fernsehsender kennt, wurde nicht enttäuscht. Der einzige Unterschied zum Fernsehformat lag in der Dauer der Aufführung, die mit 3 Stunden die Fernsehprozesse bei…

  • Pures Understatement

    Juliet bei den Wiener Festwochen 2014

    Was bleibt, ist die Erkenntnis, dass sich europäisches Theater heute zu einem globalen Phänomen ausgewachsen hat, das jedoch national nur ansatzweise wahrgenommen wird.

  • Die Gräfin in Reichenau

    (Foto: Fritz Novopacky)

    Kriege, von denen Suttner sich auch in ihren kühnsten Gedanken keine Vorstellungen machen konnte. Und – wie man heute im aktuellen Ukraine-Konflikt sehen kann – sind es Worte, die noch dazu leider nichts an Aktualität eingebüßt haben.

  • Ach du mein Vater!

    Foto: AKI TANAKA

    Und doch ist “Die Kiste im Baumstamm” nichts anderes als die Neuauflage eines Grimm´schen Märchens, hinter dem jedoch nicht nur archetypische Verhaltensmuster und Figuren, sondern vor allem die Errungenschaften der Psychoanalyse liegen.

  • Was für ein Gesicht!

    Guintche (Foto: João Figueira)

    Beim Betreten des Saales des Brut musste man durch ein Nadelöhr. Nur einer der beiden Flügel der Eingangstüre war geöffnet worden, so dass man unweigerlich an der unheimlichen, blau gekleideten Figur vorbei musste. Und das auf Tuchfühlung im wahrsten Sinne des Wortes. Zart ist die Gestalt, ihr Gesicht durch die große Kapuze nicht erkennbar. Mit…

  • Warum bin ich, wie ich bin?

    Der Tänzer Panaibra Gabriel Canda

    Panaibra Gabriel Canda lieferte mit „The Marrabenta Solos“ ein Lehrstück für die direkte Einflussnahme von Politik auf die Körperlichkeit der Menschen.

  • Hurra wir leben noch!

    © Elsa Okazaki

    Eine theatralische Performance, in der es gelang, auch den düstersten Zukunftsaussichten einen positiven Widerpart entgegenzustellen.

  • Ich entschuldige mich für gar nichts!

    TänzerInnen der Forsythe Company im Tanzquartier Wien

    Man kann gespannt sein, inwieweit diese spezielle Produktion als auslösendes Moment für andere gelten wird, die sich zukünftig ebenfalls intensiver mit den Produktionsbedingungen, den Machtverhältnissen und den ganz persönlichen Befindlichkeiten der Tanzenden auseinandersetzen.

  • Trautes Heim, Unglück allein

    De-Il-Lusion eine Uraufführung im Tanzquartier Wien.

    Ein lustvoller Abend, voll jugendlicher, unverbrauchter Power. Mit viel Schwung, aber auch einem subtil unterschobenem Tiefgang mit Nachwirkung.

The cost of living

Benjamin Zander über die Macht der klassischen Musik

  • Think big!

    pianomeetspercussion©LukasBeck_slider

    Ravel, Bernstein, Mussorgsky oder Stravinsky. Große Namen, allesamt verbunden mit der Idee von einer großen Klangfülle – das ist es, was man mit den genannten Komponisten zuallererst assoziiert. Wer meint, dass man den Bolero oder die Suite der West Side Story ausschließlich mit einer Besetzung von mindestens 60 Musikerinnen und Musikern aufführen muss, hat noch…

  • Zerstörerische Liebe

    Bluthaus bei den Festwochen Wien (Foto: Ruth Walz)

    Was Haas und Händel hier schufen, ist ein Meisterwerk zeitgenössischer Oper. Ein Paradebeispiel, was Oper heute sein kann. Spannend, aufregend, aufwühlend.

  • Kongo goes baroque

    Coup Fatal im Burgtheater in Wien (Foto: Chris Van der Burght)

    Coup fatal. Todesstoß. So nennt sich jene Produktion, die bei den Wiener Festwochen im Burgtheater zur Aufführung kam. Als Magnet für das Publikum, das große Namen am Theater liebt, fungierte Alain Platel, der die künstlerische Leitung innehatte, obwohl die Idee und das Konzept nicht von ihm stammten. Die Macher der Show Serge Kakudji, kongolesischer Countertenor,…

  • Das permanente Grauen und die Liebe

    in der Mitte hinten: Richard Rittelmann als Punch, vorne rechts: Till von Orlowsky
als Choregos und Ensemble (v.l.n.r.: Lorin Wey, Manuela Leonhartsberger und Johannes
Schwendinger) Foto: © Armin Bardel

    Es geht hinab ins Reich des Wüsten, Unmenschlichen, ins Reich von Bluträuschen und Egomanie. Aber es geht auch hinab ins Reich der Liebe.

  • Die Auflehnung kommt mit dem Alter

    © Sikorski Musikverlage

    Ein Ausnahmeabend – wie kann es bei dieser Komponistin auch anders sein – mit hohem Erkenntniszuwachs.

  • Das blutende Herz Afrikas

    Macbeth feierte bei den Festwochen in Wien einen Riesenerfolg ( OwenMetsileng als Macbeth Nobulumko Mngxekeza als Lady Macbeth (Foto: Nicky Newman)

    Minutenlange Standing Ovations zeigten ihm und seinem Team im Saal des Odeons in Wien, dass er auf dem richtigen Weg ist. „Ich weiß nicht, ob ich etwas verändern kann.

  • Eine Passion inmitten der Menschen

    Tanz die Toleranz (Foto: (c) Lukas Beck)

    Die Johannespassion von Johann Sebastian Bach wurde ungezählte Male seit ihrer Komposition und Erstaufführung am Karfreitagsgottesdienst am 7. April 1724 in der Nikolaikirche in Leipzig in die Osterliturgie eingebettet. Wahrscheinlich mindestens gleich oft, wenn nicht öfter, ist sie seit der Wiederentdeckung des Barockkomponisten im 19. Jahrhundert konzertant in einem Aufführungssaal zu hören gewesen. Auf diese…

  • Zwei Stimmen – Zeitgenössisches im Keller

    Anna Maria Pammer & Weiping Lin in der "Alten Schmiede" in Wien.

    Wer in Wien zeitgenössische Musik hören möchte, der kennt sicherlich die Schönlaterngasse. Der Kunstverein „Alte Schmiede“ der dort in der Nummer 9 sein Stammhaus hat, veranstaltet monatlich eine ganze Menge an Live-Konzerten und das ganz zum Nulltarif für das Publikum.   Am 28. März gab es ein solches unter dem Titel „Zwei Stimmen“ in welchem…

  • Experimentelles mit Herzblut

    Lars Mlekusch von Duo Saxophonic bei einem Auftritt in der Alten Schmiede Wien

    Das Interessante des Abends waren die Verwandtschaften einzelner Werke untereinander, die über Grenzen hinweg entstanden sind und das Bemühen, dem Saxophon eine wesentlich erweiterte Klangrolle zukommen zu lassen als bisher.

  • Je besser der Leser, umso besser ist das Buch!

    Portraitfoto der Schriftstellerin Andrea Grill aus Wien im Winter

    Anlässlich der Aufführung von „Drei Mal Verstand zu verkaufen“ im Hundsturm in der Reihe „Die Besten aus dem Osten“ des Volkstheaters trat Andrea Grill mit einer kurzen Einführung in das Stück vor das Publikum. Ermächtigt dazu war sie aufgrund der Übersetzung des Textes vom Albanischen ins Deutsche. Anlass genug, um sich mit der vielseitig Begabten,…

  • Theater immer wieder neu denken

    Portraitfoto Claudia Bosse - theatercomibinat

    Claudia Bosse, in Wien mit ihrem theatercombinat ein Fixpunkt in der Off-Szene, stand European Cultural News bereits zwei Mal Rede und Antwort. Lesen Sie in diesen beiden Interviews vom April 2014 und Dezember 2012 was der Theatermacherin bei ihrer Arbeit wichtig ist und was sie sich selbst vom Publikum erwartet. Interview mit Claudia Bosse, Teil…

  • Zum Theater kann man niemanden zwingen

    Isabella_Wolf_slider

    Der „Junge Salon“ ist ein Theaterclub für junge Menschen, die gerne an Aufführungen aktiv teilnehmen möchten. Das ist sowohl auf als auch hinter der Bühne möglich. Die jüngste Aufführung „Geister“ hatte im April 2014 Premiere. Aufführungsort war wie immer die „Heimat“ des „Jungen Salons“ das Brick-5 in der Fünfhausgasse 5 im 15. Bezirk. Isabella Wolf,…

  • Es gibt eine Sehnsucht nach Dunkelheit

    Die Künstlerin Siegrun Appelt

    Gespräch mit Siegrun Appelt Künstlerin und Entwicklerin des Projekts Langsames Licht / Slow Light Siegrun Appelt, in Wien lebende Künstlerin, arbeitet seit vielen Jahren mit dem Medium Licht. Im Frühling 2012 wurde in Spitz an der Donau eine Promenade mit einer Wegebeleuchtung von ihr eröffnet, 2013 eine permanente Intervention bei der Fundstelle der Venus von…

  • Wahlverwandtschaften und venezianische Fundstücke

    slider

    So zeigt sich „A Singular Form“ als eine Ausstellung, in der sich Kunsttheorie und naive Betrachtungsweise miteinander in einer komplexen Schnittmenge vermischen.

  • Hochkarätiges im Stadel

    Die SommergalerieZöbing  zeigt zeitgenössische Kunst

    „Botschaften“ wie der Titel dieser Ausstellungs-Performance lautete, wurden an diesem Junitag wahrlich in Hülle und Fülle in Zöbing vermittelt.

  • Auch Kleines kann Großes bewirken

    2014-05-29-16.42.04

    „Geschichte Willkommen“ – so klein und unspektakulär diese Ausstellung im laut tönenden Wiener Ausstellungsgeschehen auch auftrat – war ein Musterbeispiel an funktionierender Vermittlung zeitgenössischer Geschichte.

  • Die unwirkliche Wirklichkeit

    blow_up_albertina

    Eine trotz ihrer eingeschränkten Thematik unglaublich vielschichtige und lebendige Ausstellung, deren Besuch uneingeschränkt empfohlen werden kann.